Osteopathie für Säuglinge

Wann kann Osteopathie helfen?

Therapiemöglichkeiten für Osteopathie,  Säuglinge

Gerade die Behandlung von Säuglingen mit Problemen, die auf die Zeit der Schwangerschaft, Entbindung oder spätere physische (körperliche) oder psycho-emotionale Traumata zurückgehen, zählen zu den typischen Aufgaben der osteopathischen Medizin.

Typische Symptome wie „Spucken“ oder ungenügendes Saugen,

„3-Monatskolik“ bzw. Verdauungsprobleme,

„Schreikinder“,

aber auch Muskeltonusstörungen, Körpersymmetriestörungen, Kopfasymmetrien und Entwicklungsverzögerungen sind typische Konsultationsmotive.

Eine osteopathische Behandlung ist sehr tiefgreifend. In manchen Fällen reichen eine bis drei Behandlungen aus. Bei schwierigen und "alten" Problemen ist eher ein längerer Behandlungszeitraum zu erwarten. Generell gilt: Je früher bei einem bestehenden Problem behandelt wird, um so besser die Heilungschancen. Dies resultiert  aus dem schnellen Wachstum /Entwicklung des Gehirns und Schädels in den ersten 1,5 Jahren.

Hinweise zum sogenannten „KISS- bzw. KIDD-Syndrom“:

Die "kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung" (KISS) wurde von Dr. Heiner Biedermann definiert. Es handelt sich um kein anerkannt-wissenschaftliches Syndrom. Nach Dr. Biedermann ist eine Asymmetrie der Kopfgelenke selbst die Ursache für bestimmte Symptome. Allerdings sollte der Kreis von möglichen Ursachen und deren Wirkungen auf die Kopfgelenke wesentlich weitläufiger betrachtet werden. Ursachen für Symmetriestörungen können unter anderem Zwangslagen in der Gebärmutter  oder Probleme während des Geburtsprozesses sein. Das Gewebe des 1. Halswirbels ist im Bezug zum gegenüberliegenden Anteil des Hinterhauptbeines noch viel „weicher“ und somit verletzbarer. Mit sanften osteopathischen Verfahren wird an den Ursachen gearbeitet, die häufig nicht kausal im Bereich der Kopfgelenke, sondern teilweise in dem noch sehr mobilen Schädelbereich selbst liegen. Mit Vorsicht sind daher manipulative „Einrenkmannöver“ des 1. Halswirbels zu genießen. In der Region der hinteren Schädelgrube und den oberen Halswirbeln sitzen viele wichtige Zentren für Vitalität, Haltung und Bewegung und weitere integrative Funktionen. Ein Trauma dieser Region kann hinreichende Folgen im Bereich des Bewegungsapparates, der Wahrnehmung, kognitiver Leistungen und weiteres haben.

Hinweis zur Kopfasymmetrie:

International anerkannte Studien haben gezeigt, dass der so genannte "plötzliche Kindstod" mit der Bauchlage als Schlaflage stark zusammenhängt. Leider zeigt sich aber auch, dass Säuglinge und Kleinkinder in ihren Wachphasen häufig kaum oder überhaupt nicht in Bauchlage gelagert werden. So zeigen sich in den letzten Jahren gehäuft Kopfasymmetrien. Ein Zusammenhang von Vermeiden der Bauchlage und Kopfasymmetrie ist erkennbar.

Tipp: Lagern Sie Ihr Kind in Wachphasen auch auf dem Bauch. Lagewechsel fördern die Entwicklung!